Aussegnung und Trauergespräch

 
 

 

Die Pfarrerin oder der Pfarrer als Ansprechpartner

Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer weiß, in welcher seelischen Situation Sie sich befinden, und wird Ihnen behutsam und angemessen begegnen. Sie oder er hilft Ihnen, wichtige Stationen wie die Trauerfeier zu meistern. Der Abschied von einem geliebten Menschen und der anschließende Trauerprozess verläuft nicht in vorhersehbaren Bahnen. Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer steht Ihnen auch in der Zeit nach der Bestattung seelsorglich zur Seite.

Beistand heißt, jemandem zur Seite stehen

Ihre Kirchengemeinde steht Ihnen auf Wunsch in den schweren Stunden des Abschieds und auch danach zur Seite. Neben der seelsorglichen Begleitung hält Ihre Kirchengemeinde viele Angebote bereit, die in dieser Situation helfen. Eine Tradition in der evangelischen Kirche haben:

  • Sterbebegleitung
     
  • Aussegnung
     
  • Trauergespräch
     
  • Bestattungsgottesdienst
     
  • Fürbitten im Gemeindegottesdienst
     
  • Trauerbesuch
     
  • Gedenken am Ewigkeitssonntag (Totensonntag)

Die Aussegnung

Sie können eine Pfarrerin oder einen Pfarrer bitten, eine Aussegnung vorzunehmen. Die ursprüngliche Bedeutung der Aussegnung geht zurück auf Zeiten, in denen die Menschen meist zuhause starben. Unter geistlichem Beistand nahmen die Hinterbliebenen von dem verstorbenen Menschen Abschied, bevor der Sarg aus dem Haus getragen wurde. Heute findet die Aussegnung oft in Abschiedsräumen statt, wie sie Krankenhäuser oder Pflegeheime zur Verfügung stellen. Gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer lassen Sie den verstorbenen Menschen nicht einfach nur los, sondern übergeben ihn in die fürsorglichen Hände Gottes. Dies geschieht im Gebet und im Segen.

Gott, du rufst uns ins Leben, und du rufst uns in den Tod.
Du hast nun diesen Menschen zu dir gerufen. Für uns, die
wir zurückbleiben, ist das ein schwerer Weg. Wir erleiden
diese Stunde des Abschieds im Bewusstsein, dass du, Gott,
diesen Menschen gerufen hast und ihn begleitest. Wir
glauben: Dieser Mensch geht nun nach Hause, zu dir, Gott.
Wir legen ihn in deine Hände. (Elisabeth Müller)

Das Trauergespräch

Im Trauergespräch mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer können Sie Ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen. Sprechen Sie darüber, wie Ihnen zumute ist und was die oder der Verstorbene Ihnen bedeutet hat. Führen Sie sich noch einmal vor Augen, welche Stationen dieses Leben genommen hat und was Sie davon gemeinsam erlebt haben. Dabei geht es um das, was im Leben gelungen ist, genauso wie um das, was möglicherweise schwierig war oder unvollendet geblieben ist. Die Pfarrerin oder der Pfarrer wird alles, was gesagt wird, vertraulich behandeln. Nur mit Ihrem Einverständnis werden die Inhalte des Trauergesprächs in der Traueransprache aufgegriffen.

Das Trauergespräch dient auch dazu, mit Ihnen den Ablauf der Trauerfeier zu besprechen. Sie haben die Möglichkeit, gemeinsam ein Bibelwort als Grundlage für die Predigt auszusuchen. Auch können Sie eigene Wünsche und Vorstellungen zur Gestaltung der Trauerfeier benennen oder Vorschläge für geeignete Musikstücke machen. Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer wird Ihnen gerne Entscheidungshilfe geben.

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