Die Kraft des christlichen Glaubens

 
 

 

Sosehr wir es uns auch wünschen: Das Woher und Wohin des Lebens ganz zu ergründen bleibt uns Menschen letztlich verwehrt.
In deine Hände befehle ich meinen Geist“
(Psalm 31,6)

Nicht jeder Tod kann als gottgewollt im engeren Sinn verstanden werden. Doch der Glaube an die Auferstehung gibt Kraft und Hoffnung, auch angesichts des Todes: Gott ist der Herr über Leben und Tod. Wir sind nicht verloren, sondern in Gott geborgen. Es ist eine lebenslange Aufgabe, zu glauben:

Unser Leben und Sterben hat Sinn, auch wenn wir es nicht immer verstehen können.

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod
noch Leben, weder Engel noch Mächte
noch Gewalten, weder Gegenwärtiges
noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes
noch eine andere Kreatur uns scheiden kann
von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist,
unserm Herrn.
(Römer 8,38-39)

Der Erfahrungsschatz der evangelischen Kirche

Die evangelische Kirche hält Worte, Bilder und Lieder bereit, die über die Jahrhunderte immer wieder Menschen getröstet haben und ihnen bis heute im Angesicht des Todes Hoffnung und Zuversicht spenden. Sie geben Kraft, um Abschied zu nehmen. Sie helfen, die Zeit der Trauer zu überstehen.

Die Pfarrerin oder der Pfarrer bieten Begleitung beim Abschiednehmen an. Sie erinnern daran, dass der Macht des Todes die Kraft des christlichen Glaubens entgegensteht.
Wenn ein Mensch stirbt, ist es tröstlich zu erfahren, dass sich dieses Leben nun erfüllt hat. Der Verstorbene kehrt zurück zu Gott, der alles Leben erschaffen hat. Entsprechend wird in der kirchlichen Trauerfeier der Verstorbene in Gottes Hand übergeben. Ängste und Sorgen um ihn können abgestreift werden, denn wir können darauf vertrauen: Bei Gott sind die Verstorbenen gut aufgehoben.

Worte aus der Bibel

Trostworte in der Trauer und Machtworte gegen den Tod: Die Bibel kennt viele davon. Einige möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben:
 

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
(Psalm 23,4)

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.
(Psalm 37,5)

Gott, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen! Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!
(Psalm 102,2-3)

Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen.
(Jesaja 38,17)

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
(Jesaja 40,31)

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
(Jesaja 43,1)

Ihr werdet von mir getragen von Mutterleibe an, auch bis in euer Alter will ich euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.
(Jesaja 46,3b-4)

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
(Matthäus 5,4)

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
(Johannes 3,16)

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
(Johannesevangelium 8,12)

Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.
(Johannes 11,25)

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
(Römer 8,38+39)

Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
(Römer 14,8)

Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss.
(Galater 5,5)

Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.
(1. Johannes 4,9)

Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
(Offenbarung 21,4+5)

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