Die Geschichte der Kirche in Hohen-Sülzen

 
 

 

Im Jahre 1140 wurde erstmals eine Kirche in Hohen-Sülzen erwähnt. Sie unterstand bis 1820 dem Patronat des Andreasstifts in Worms.

Die jetzige Kirche wurde in den Jahren 1792-1812 erbaut.

Es war aber kein völliger Neubau, sondern ein umfangreicher Um- und Erweiterungsbau. Dabei wurde das Kirchenschiff erweitert, der Chor und der Turm neu errichtet. Das alte Kirchenschiff wurde teilweise abgetragen und die Abbruchstücke wurden beim Neubau des Gebäudes wieder benutzt. Während der Umbauphase fand der Gottesdienst im Rathaus statt. Der Kirchenhistoriker Dr. Wilhelm Diehl schreibt: „Aus einer sehr elenden Kirche wurde in jeder Beziehung ein würdiges Gotteshaus.“

1837 wurde die Orgel angeschafft. 1949 wurde der Turm neu gebaut, finanziert von der bürgerlichen Gemeinde und aus Spenden. Am 7. August 1949 wurden die beiden neuen Glocken geweiht.

Bis 1954 wurde die Kirche von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt. Dabei gehörte das Kirchenschiff beiden Konfessionen. Der Chor gehörte den Katholiken, ebenso wie die Sakristei. Die Bestuhlung gehörte den Evangelischen und der Turm der bürgerlichen Gemeinde.

Nach der Auflösung des Simultaneums wurde die Kirche umfangreich renoviert. Aus einer verfallenen Kirche, die Pfarrer Mitzenheim als „einen Stall, wie ihn kein Bauer in seinem Anwesen geduldet hätte“ bezeichnete, wurde wieder ein ansehnliches Gebäude. Am 20. Juni 1954 fand durch Probst Becker die Weihe statt.

Die letzte große Renovierungsmaßnahme fand im Jahr 2001 statt. Wiederum wurde der Turm erneuert und die Außenfassade erhielt einen neuen Anstrich. Im Kircheninneren wurde an der Decke das neue Schmuckstück der Kirche angebracht: Ein Gemälde der Künstlerin Damaris Wurmdobler über Jakobs Traum der Himmelsleiter. Aus der bisher so farblosen Kirche ist wieder ein schmuckes Gotteshaus geworden.

Hier finden Sie weitere Bilderimpressionen von der Kirche in Hohen-Sülzen ...

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