Einweihung Wegekreuz in Kriegsheim - Bericht der Wormser Zeitung vom 21.8.2012

 
 

 

 

 

Wahrzeichen der Ökumene
21.08.2012 - KRIEGSHEIM

Von Christian Mayer

Kirchengemeinden weihen neue Kriegsheimer Sehenswürdigkeit mit Gottesdienst ein

Idyllisch liegt es an einer Gabelung zwischen den Weinbergen des Monsheimer Ortsteils Kriegsheim, das neue Wegekreuz. Erst seit wenigen Wochen steht es dort; am Sonntag wurde es mit einem Freiluftgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde eingeweiht.

Trotz der extremen Hitze fanden einige Christen den Weg zu dem neuen Kreuz. Der ökumenische Gottesdienst wurde von Volker Hudel von der evangelischen Gemeinde Monsheim und dem katholischen Pfarrer Stefan Mate geleitet. Für Wasser und Apfelschorle hatten die Gemeindemitglieder gesorgt. Außerdem waren große, bunte Sonnenschirme über den Bänken vor dem Wegekreuz aufgebaut. Aus einem Keyboard drangen Klänge, die dem Stimmbild einer Orgel ähnelten. Pfarrer Volker Hudel freute sich über das neue Wegekreuz: „Schön ist es geworden. Damit ist Kriegsheim um eine weitere Sehenswürdigkeit reicher geworden. Viele Hände haben dazu beigetragen“, lobte der Geistliche.

Das Außergewöhnliche am neuen Kriegsheimer „Wahrzeichen“: Das Kreuz ist ein Gemeinschaftsprojekt der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. Eine Kooperation, wie man sie heutzutage eher selten sieht - in Kriegsheim jedoch scheint die Ökumene richtiggehend gelebt zu werden.

„Solche Gemeinschaftsproduktionen sind schon lange Tradition hier. Unsere Gemeindemitglieder haben die Idee eines Wegekreuzes konsequent verfolgt, und sich auch nicht durch kritische Stimmen abbringen lassen, selbst die Kosten wurden geteilt“, bilanzierte Hudel. Dabei erinnerte er zurück an die Glockenweihe vor 20 Jahren - ein ähnlich großes Projekt.

Das „weithin sichtbare Zeichen unseres Glaubens“ soll denen, die an dieser Stelle ihre Rast beim Wandern oder Radfahren abhalten, neue Lebenskraft geben und Mut machen.

Zum Abschluss des Gottesdienstes sangen Pfarrer und Gemeindemitglieder „Geh aus mein Herz und suche Freud“. An dem Bau des Wegekreuzes waren verschiedene Gruppierungen beteiligt; für die Bepflanzung um das Kreuz herum zeichnen die Gymnastikfrauen der TG verantwortlich.