Kita MON - Der Neubau im Ortsbeirat - Artikel Wormser Zeitung  vom 13.6.2012

 
 


Monsheimer Ortsgemeinderat diskutiert Kita-Planungen

13.06.2012 - MONSHEIM

Von Gunter Weigand

Lange schon bemüht sich die Ortsgemeinde Monsheim um eine neue beziehungsweise erweiterte Kindertagesstätte, nun rückt sie in greifbare Nähe. Bevor man jedoch auf die Zielgerade einbiegen kann, bedarf es noch einiger Detailarbeiten an der Planung. In seiner jüngsten Sitzung diskutierte der Rat den aktuellen Entwurf des zuständigen Ingenieurbüros A1, der von Architekt Lothar Schneider vorgestellt wurde.

„Wir planen vierzügig mit Option auf eine fünfte Gruppe“, rief Ortsbürgermeister Michael Röhrenbeck in Erinnerung. Von den 85 Plätzen soll die Kita künftig 20 für Kinder unter drei bereithalten, das sind vier mehr als gegenwärtig. Die Perspektive der Kita sei aufgrund der in unmittelbar nebenan liegenden Grundschule gut, so Röhrenbeck, dies habe auch die Kreisverwaltung bestätigt. „Jetzt hoffe ich, dass wir eine schöne Kita bauen und auch bezahlen können“, sagte der Ortsbürgermeister abschließend.

Ganz so einfach sollte es aber doch nicht werden, denn einige Ratsmitglieder und auch Verbandsbürgermeister Ralph Bothe äußerten Kritik am vorgestellten Planungsentwurf und brachten Änderungsvorschläge ein. So stellte Detlef Linke (FWG) den vom Ingenieurbüro propagierten Hauptzugangsweg zur Kita, der südlich von der Wasserturmstraße über eine kreisförmige Rampe sowie eine Treppe und Aufzug erfolgen soll, in Frage. Da diese Rampe aufgrund ihrer Steigung von zehn Prozent die Bedingung der Barrierefreiheit nicht erfüllt, brachte Linke den Vorschlag ein, den bereits existierenden Fußweg über den Innenhof als Hauptzugang zu verwenden. Der östlich vom Kita-Areal gelegene Parkplatz könne dann sowohl von Mitarbeitern als auch Eltern genutzt werden. „Dann können wir uns die Treppe und den Fahrstuhl sparen“, sagte Linke und wollte auch die Rampe an der Wasserturmstraße zur Disposition gestellt sehen.

Auch Bürgermeister Bothe war der Ansicht, dass die mit dem Auto kommenden Bürger primär aus dem Norden den östlichen Zuweg suchen werden. Die Frage sei, ob man das Rondell an der Wasserturmstraße dann wirklich brauche. Dr. Klaus Hartmann (CDU) zeigte sich bezüglich des A1-Planungsentwurf ebenfalls skeptisch („dann müsste die Kita näher an die Wasserturmstraße heran“), ließ sich jedoch von den Argumenten des Architekten Schneider überzeugen. Schneider betonte, dass aus der Positionierung der Kita zur Grundschule Synergieeffekte entstünden; so könne beispielsweise der ehemalige Hausmeister-Pavillon in die Gesamtstruktur integriert werden.

Ortsbürgermeister Röhrenbeck schlug abschließend vor, einen Ortstermin mit dem Ingenieurbüro A1 zu vereinbaren, an dem nicht nur der Bauausschuss, sondern auch der Ortsgemeinderat teilnehmen soll: „Bei einer so entscheidenden Maßnahme sollten wir mit einem möglichst großen Gremium beraten.“ Dieser Vorschlag stieß letztendlich auf breite Zustimmung im Rat.

Grafik: A1 Planungsgesellschaft
Foto: A1 Planungsgesellschaft

 

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