Schaukasten

 
 

 

Werfen Sie doch einmal einen Blick auf unseren Schaukasten am Gemeindehaus in der Hauptstraße 71!

Hier finden Sie - im Normalfall - alle relevanten Aushänge. Angefangen über die aktuellen Wochentermine (Amtsblattnachrichten), Kollekten, Infos zu Veranstaltungen, wichtige Veröffentlichungen bis hin zu unseren wechselnden Plakaten.

Plakate

Jeden Monat neu hängen wir ein Plakat der Plakatserie von Bergmoser + Höller auf. Hier möchten wir Ihnen die Gedanken/Texte zu den Plakaten beschreiben. 

Aktuelle Plakate

März 09 

 

MÄRZ 09: "Halt an, wo läufst du hin?"

Ampeln stehen immer an Übergängen. Das jüdische Wort Pessach heißt wörtlich Übergang, Durchgang. Das Passahfest erinnert an den Auszug aus Ägypten, die Befreiung aus der Sklaverei. Die Fastenzeit will uns also nichts nehmen, sondern heißt uns innehalten, damit wir den Blick neu auf den richten, der unserem Leben die Richtung geben will: auf Christus, den Gekreuzigten. Sein Sterben und Auferstehen ist der Grund unseres Glaubens und Lebens. Er macht uns den Weg frei.

   
April09 

APRIL 09: Mitten im Sterben - vom Leben umfangen

"Ich bin da", nennt die Künstlerin ihr Bild und erinnert an die Selbstoffenbarung Gottes am Sinai. Da zog es Mose hin zu dem brennenden Dornbusch, hier hörte er den Gottesnamen:

"Ich bin der Ich-bin-da." Dem vertraute Jesus ganz und gar­ bis hinein in den Tod. In unserem Bild kommt Bewegung und Leben wie eine Welle von hinten her auf das Kreuz zu: Er, der im Anfang alles in Bewegung brachte, erweist sich auch im Tod als der verlässliche "Ich bin da". Ostern bricht sich Bahn!

   
Mai09 

MAI 09: Mensch, was glaubst du?

Betet er? Oder ist dieser Banker an der Frankfurter Börse "bloß" erschrocken angesichts der Kursentwicklung? Die Immobilien­ und Bankenkrise im Jahr 2008 hat ein Kartenhaus einstürzen lassen - und weltweit viele Menschen um ihre Arbeit gebracht, in Existenzangst gestürzt. Der Glaube an das Glück aufgrund der Vermehrung des Geldes ist erschüttert. Ist er das? Die Krise lehrt nicht automatisch beten und an Gott glauben. Aber sie stellt die Frage, woran - und an wen! - zu glauben sich lohnt.

   
Juni09 

JUNI/Pfingsten 09: "Gott baut ein Haus, das lebt"

Durch das neue "Richterfenster" fällt Licht in den Kölner Dom und bringt die alten Steine zum Leuchten, den festen Bau zum Tanzen. Ein schönes Bild für das Wirken des Heiligen Geistes: Sein Brausen und seine "Zungen wie von Feuer" brachten Leben in die Schar der immer noch verängstigten Jünger, sie ließen sich bewegen und bauten mutig Kirche, Weltkirche. Was daraus geworden ist, wirkt oft versteinert, leblos, antik. Aber auch heute noch fällt das Feuer des Geistes in die Kirche und macht die Gläubigen mutig.

 
   
Juli09

JULI 09: Schöpfung - unbegreiflich

Der riesige Wal und die drei Kinder: Wie klein ist doch der Mensch angesichts der Größe der Schöpfung, des Universums! Als Teil der staunenswerten Natur nimmt der Mensch Kontakt mit ihr auf­spielerisch und wissenschaftlich -, erforscht sie, nutzt sie, genießt sie, lebt mit ihr: mit ihrer Schönheit und mit ihrer Gefährlichkeit. Die Kinder und der Wal- ein faszinierendes Bild. Allerdings ein Bild vom Bild. Denn kein Aquarium dieser Welt könnte so einen Wal bändigen. Selbst im Staunen greifen wir oft noch zu kurz ...

 
   
Aug09 

AUGUST 09: "Religion - Glaube buchstabieren lernen"

Das Berliner Volksbegehren "Pro Reli" bietet "nur" den aktuellen Anstoß: Der Stellenwert des Religionsunterrichts steht in Frage. Religion und Ethik als Unterrichtsfächer sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden, gerade in einer agnostisch und multikulturell geprägten Zeit. Nur wenn beide Fächer gleichgestellt sind, können sich die Schüler "entsprechend ihrer weltanschaulichen Grundüberzeugung wirklich frei für das eine oder das andere entscheiden", sagt die Aktion "Pro Reli". "Ein Zwangsfach Ethik für alle bedeutet Bevormundung."

 
   
SEPTEMBER 09: Taufe - Schnee von gestern? Wasser für morgen!

Die Zahl der Taufen hat dramatisch abgenommen. Gründe gibt es viele. Einer ist: Das Sakrament wird missverstanden als Bevormundung. Jede(r) soll selbst entscheiden, ob er getauft sein will oder nicht, heißt es. Als ob ein Mensch ohne Vor-Gabe leben könnte! Ich wünsche mir, dass meine Kinder zur Kirche gehören wollen - und baue ihnen schon mal die Brücke. Ich lebe gerne in einer Gemeinde, die wachsen will­ und daher jedes neue Mitglied dankbar feiert.
   

OKTOBER 09: "Das Geheimnis aller Brotvermehrung heißt teilen."

Am Erntedankfest rücken immer auch die Vielen in den Blick, die nichts ernten konnten, für die das Brot nicht reicht. Wir haben Brot und haben vieles mehr, was uns leben und lachen lässt. Es ist uns "zugewachsen" dank unserer Anstrengung oder als reines Geschenk. Zum Herz-Brot aber wird unser Brot erst durchs Teilen. Das lernen wir von Jesus: Immer, wenn er mit Menschen beim Essen ist, teilt er auch - und teilt letztlich sich selber aus. Auch heute gilt: Leben ist Hin-Gabe.

   

ADVENT 09: "Ihr werdet ihn unter den Menschen finden"

Ein seltsamer Adventskalender mit nur einem Türchen: Vier Wochen lang standen Maria und Josef am Kirchenportal (der Düsseldorfer Christuskirche). Die Krippe -leer! Woher soll der Heiland kommen? Wo ist er zu erwarten? Müssten sich die beiden nicht umdrehen, ihn in der Kirche aufspüren?

Gerade die Kirche muss - in Gottes Namen - verkünden: Er ist unter den Menschen zu finden. Wir haben ihn nicht, auch wir erwarten ihn: "alle Jahre wieder" und doch als Überraschung.

   

DEZEMBER/WEIHNACHTEN 09: "Gott fängt klein an"

Ein Kind liegt in den Armen der Mutter. Es ist ein glückliches Kind, anders als die Menschen rundum. Deren Augen spiegeln Neugierde und Erstaunen, Angst und Unsicherheit. Mitten unter ihnen wird Jesus groß - und nimmt ihnen zunehmend ihre Angst und Enge. Gott, so sagt die Botschaft von Weihnachten, fängt klein an, das Gute zu wirken in und durch uns: Lebensrecht und Lebensraum für alle, Licht und Zukunft, Gemeinschaft und Vergebung, ... - Nicht fertige Häuser sind sein Quartier, er liebt vorläufige Unterstände.

   

JANUAR 2010: "So geht Versöhnung"

Über aufgerissene Gräben und abgrundtiefe Schluchten hinweg die Hände reichen - so geht Versöhnung! Noch wirken die Figuren dieses Denkmals im nordirischen Londonderry ein wenig steif und ungelenk. Echte Versöhnung geht nicht leicht von der Hand, wird nie formvollendet aussehen. Zuviel ist geschehen, haben Menschen einander angetan, was lähmt und starr macht. Versöhnung ist und bleibt ein Wagnis - und darum ein Herzstück der Frohbotschaft:

Weil Gott vergibt, wagen auch wir zu verzeihen.

   

FEBRUAR/FASTENZEIT 2010: "Handreichung zum Leben"

Als er von allen verlassen war, nach menschlichem Ermessen auch gottverlassen, stiftete er immer noch Leben und Beziehung. Nicht einmal das Kreuz, das unverschuldete qualvolle Leiden bringt Jesus davon ab, anderen Leben zu eröffnen. Der Künstler ist so frei, Jesu Rechte vom Kreuz zu lösen. So ist die Gute Nachricht der Passion Jesu ins Bild zu fassen. Jesu Passion - seine Leidenschaft - ist der lebendige Mensch. Dafür lebt er, dafür leidet er, dafür stirbt er. Die Fastenzeit will uns in seine Schule nehmen.

   
 

MÄRZ: "Gottes Liebe erhellt deine Schatten"

Eine Kirchturmspitze mit goldenem Wetterhahn über einem Kreuz, dahinter ein prächtiger Regenbogen: Das Motiv wirkt wie eine Inszenierung des Momentes, als dem Apostel Petrus beim Hahnenschrei sein Verrat bewusst wird. Doch welch eine Überraschung: Petrus wird nicht mit Suchscheinwerfern gebannt, sondern Gottes Liebe sucht und findet die zerstörte Liebe in diesem schuldig gewordenen Menschen. Versagen wahrzunehmen kann heilsam sein und neue Liebe wecken! 
   
 

APRIL: "Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln"

Dieses Wort stammt von Dietrich Bonhoeffer. Er hatte allen Grund zu verzweifeln. Ihm ist so ein Wort abzunehmen. Ein flüchtiges Kennen wird allerdings nicht reichen. Wir müssen uns immer neu in die Osterbotschaft vertiefen, auf den Ge­kreuzigten schauen und auf das, was ihn ans Kreuz gebracht hat. Und müssen - gerade wegen des Leides, das Menschen einander antun (und das Chagalls Bild "Resistance" deutlich macht), - Jahr für Jahr neu an das Leben glauben lernen. 
   
 

MAI: Abfall Wirtschaft

Was zählt der Mensch? Was zählen sein Einsatz, seine Ideen? Und was zählen die, die von seinem Einkommen leben müssen? Hatten im ersten Schock der Banken- und Wirtschaftskrise viele Manager Besserung gelobt, agieren sie doch nach wie vor wie Kinder, die ihre Figuren nach dem Spiel wieder aufstellen können. In Wahrheit aber kippen Existenzen, geraten Familien unter die Trümmer. Vor Gott und für Gott aber sind Menschen weder Spielzeug noch Abfall. 
   

JUNI: Innenansicht

Ein- und dasselbe Kirchenfenster, einmal von außen und einmal von innen gesehen: Was für eine Farbenfülle steckt in dem Grau! Es zahlt sich also aus, die Kirche nicht nur von außen anzusehen oder zu kritisieren, sondern einzutreten - und mit Staunen wahr­zunehmen, wie viel Trost und Hoffnung hier vermittelt werden, wie lebensnah viele Gottesdienste sind, welche Kraft von Klängen und Bildern ausgeht ... Aber auch die Kirche muss sich bewegen:

Sie muss immer neu einladen, muss auf Empfang eingestellt sein
   

JULI: Ich kriech Ferien!

Zweierlei Schneckentempo: Die Kolonne urlaubshungriger Auto­fahrer lässt Stress und Ärger nachfühlen, die Zielstrebigkeit der Schnecke wirkt dagegen geradezu frisch und munter. Der Slogan im Dialekt setzt noch eins drauf. - Ferien bieten die Chance, Hetze und Mithalten-Müssen sein zu lassen und das Dasein zu genie­ßen. Echtes Entspannen gelingt oft genug da, wo man dem Herdentrieb widersteht, sich quer stellt zu "angesagten" Urlaubs­methoden. Das kostet oft Mut. Und tut doch so gut.

   
 

AUGUST: Ein Land in schlechter Verfassung

Sie geben nicht auf, die Verfechter des Glaubens, dass Religion v.a. Schaden anrichtet. Sie wollen Gott aus dem Grundgesetz streichen, die Kreuze in Schulen und Kindergärten entfernen, sie fahren mit dem Slogan "Gott existiert nicht" durchs Land. Zur Vorsicht steht "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" dabei. - Angst und Trotz helfen nicht, "Rede und Antwort zu stehen von der Hoff­nung, die uns erfüllt" (vgl. 1 Petr 3,15). Wir müssen klar machen, was einem Land verloren geht, wenn ihm Gott abhanden kommt.

   

 

 

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